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Glutenunverträglichkeit erkennen

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Reizdarm, Psychosomatik, Depressionen, Fibromyalgie – wenn die Glutenintoleranz beziehungsweise Glutenunverträglichkeit nicht erkannt wird, sind das einige der möglichen Diagnosen. Das mag seltsam anmuten, doch die möglichen Glutenunverträglichkeit Symptome sind so mannigfaltig und individuell, dass die Diagnose oftmals schwerfällt.

Hinzu kommen aufwendige Testverfahren, die nicht in jedem Fall eindeutige Ergebnisse liefern und oftmals erst sehr spät durchgeführt werden.

Betroffene und alle, die eine Glutenunverträglichkeit bei sich vermuten, sollten daher zum einen über mögliche Symptome und zum anderen über die verschiedenen Testverfahren informiert sein, um bei einem Verdacht gezielt vorgehen zu können.

Glutenunverträglichkeit Symptome – mehr als Blähungen und Durchfall

Die Glutenunverträglichkeit kann sich auf zahlreichen verschiedenen Wegen äußern. Bekannt sind vor allem Verdauungsbeschwerden, Durchfall und Verstopfung. Doch die List der möglichen Symptome bei einer Glutensensitivität, Glutenintoleranz oder Glutenunverträglichkeit ist noch bedeutend länger. Zu den Anzeichen gehören unter anderem:

  • Durchfall und Verstopfung, oftmals im Wechsel
  • (massige) Fettstühle
  • Blähungen, Krämpfe, Bauchschmerzen und Übelkeit
  • Schmerzen in Knochen und Gelenken
  • Kopfschmerzen
  • Entwicklungs- und Wachstumsstörungen bei Kindern
  • Unleidlichkeit, Stimmungsschwankungen, Antriebslosigkeit und Schlafstörungen
  • Depressive Verstimmungen
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Ausschläge und Hauterkrankungen
  • Gewichtsverlust bis hin zum chronischen Untergewicht
  • Wasseransammlungen

Aus dieser Armada von potenziellen Anzeichen auf eine Glutenunverträglichkeit zu schließen, ist nicht einfach. Ein schneller, begründeter Verdacht besteht nur dann, wenn Glutenunverträglichkeit bereits in der Familie vorliegt. In allen anderen Fällen sind verschiedene medizinische Tests von Nöten.

Die Möglichkeiten der Diagnose bei Glutenintoleranz

Die Glutenunverträglichkeit zu erkennen ist zwar nach wie vor nicht leicht, durch die größere Bekanntheit der Krankheit ist aber einerseits das Bewusstsein dafür gestiegen und andererseits haben sich die diagnostischen Möglichkeiten entwickelt.

So findet sich mittlerweile sogar ein Gluten Selbsttest. Dieser misst die Immunglobulin-A-Autoantikörpern im Blut und kann so einen ersten Hinweis auf eine Glutenintoleranz darstellen – aber ebenfalls bei der glutenfreien Ernährung zur Überprüfung des Erfolgs verwendet werden. Eindeutigen Aufschluss bringen aber nur weitere Untersuchungen beim Arzt. Zu diesen Glutenunverträglichkeit Tests gehören Blutuntersuchungen auf die genannten Antikörper sowie für gewöhnlich eine endoskopische Untersuchung, bei der der Zustand des Dünndarms untersucht wird.

Nicht immer bringen diese Untersuchungen aber auch sofort einen Aufschluss oder die Befunde lassen keinen Rückschluss auf die Glutenunverträglichkeit zu, andere Ursachen für die Beschwerden können aber ebenfalls nicht festgestellt werden. In diesem Fall gibt es noch eine weitere Möglichkeit, die Glutenunverträglichkeit zu erkennen.

Darunter eine verhältnismäßige eindeutige Absicherung der Diagnose durch einen Belastungstest unter ärztlicher Aufsicht. Hierbei werden größere Mengen stark glutenhaltiger Lebensmittel gegessen und die körperlichen Reaktionen aufgenommen. Notwendig ist dieser aber meist nicht. Zudem gibt es sanftere Methoden.

Glutenunverträglichkeit erkennen durch eine Ernährungsumstellung

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten, die der Glutenintoleranz ähnlich sind, wie beispielsweise eine Weizensensibilität, fallen die Ergebnisse der Blutuntersuchung oft weit weniger eindeutig aus. Das erschwert die Diagnose zusätzlich.

In diesen Fällen und auch wenn ein (bisher unbegründeter) Verdacht auf Glutenunverträglichkeit besteht, kann die Umstellung der Ernährung sinnvoll sein und Aufschluss bringen. Hierzu wird auf alle glutenhaltigen Speisen und Getränke verzichtet. Durch diese Eliminationsdiät können sich die Beschwerden innerhalb weniger Tage bessern. Die Umstellung selbst und der Wechsel zu bisher vielleicht ungewohnten Lebensmitteln kann jedoch auch selbst auf die Verdauung schlagen.

Hinzu kommt noch, dass ein bereits angegriffener Darm sich erst einmal erholen muss. Selbst wenn die Eliminationsdiät sofort anschlägt, kann daher nicht jeder Betroffene auch eine sofortige Verbesserung feststellen.

Wichtig ist es aus diesem Grund, die Diät probeweise für einen Zeitraum von wenigstens zwei Monaten zu befolgen. In dieser Zeit können die Beschwerden bereits merklich geringer ausfallen. Einige berichten von wenigen Tagen bis zur ersten Linderung, bei anderen sind es acht Wochen.

Neben dieser etwas anderen Form des Glutenunverträglichkeit Tests kann die Eliminationsdiät auch ärztlich verordnet sein. Meist wird sie dann direkt für einen längeren Zeitraum angesetzt. Auch, wenn die Diagnose der Gluteninterolanz oder einer Weizensensitivität bereits feststeht, ist die Umstellung der Ernährung das Mittel der Wahl. Denn bisher sind diese Erkrankungen bekanntermaßen noch nicht auf anderem Wege behandelbar.

Dennoch stehen dann nach etwa sechs Monaten der glutenfreien oder weizenfreien Ernährung nochmals Untersuchungen an. Hierzu kann zunächst ein Gluten Selbsttest zum Einsatz kommen. Von ärztlicher Seite wird ebenfalls die Konzentration der Immunglobulin-A-Autoantikörper im Blut kontrolliert. Zusätzlich wird meist noch der Zustand des Darms überprüft, um den Erfolg der Ernährung zu kontrollieren und gegebenenfalls weitere nötige Behandlungsschritte – wie einen Darmaufbau, einleiten zu können.

Sensitivität, Intoleranz, Allergie oder Glutenunverträglichkeit – Tests und Abgrenzungen

Die Glutenunverträglichkeit ist ein Überbegriff unter dem Zöliakie, Glutenintoleranz und Glutenunverträglichkeit zusammengefasst werden. Seltener wird umgangssprachlich auch der Begriff Glutenallergie verwendet. Diese Fülle an Bezeichnungen kann schnell verwirrend werden.

Zumal hierzu noch Nicht -Zöliakie-Nicht-Weizenallergie-Weizensensitivität oder auch die Weizenallergie kommen. Diese werden zwar nicht unter der Glutenunverträglichkeit geführt, können aufgrund ähnlicher Symptome jedoch damit verwechselt werden. Eine Abgrenzung ist wiederum nur durch entsprechende Untersuchungen von Blut und Darm möglich, denn sobald gluten- und damit auch weizenfrei gegessen wird, sollten die Symptome aller genannten Beschwerden allmählich verschwinden.

Für die weitere Behandlung und Ernährung kann es aber entscheidend sein, die genaue Art der Krankheit zu kennen – denn nicht immer muss komplett auf Gluten verzichtet werden, in anderen Fällen ist es wiederum entscheidend.

Der Beitrag wurde uns freundlicherweise von © Juvalis zur Verfügung gestellt.

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