slider-004.png

Bärlauch - Tipps rund um den Vitaminspender im Frühling

Foto pixabay Bärlauchpesto

Jetzt im Frühling findet man wieder Stellen im Wald, wo es stark nach Knoblauch duftet. Hier wächst der Bärlauch, ein gesundes und sehr vielfältig anzuwendendes Küchenkraut. Meistens breitet er sich in großen Teppichen aus und kann zur Zeit gesammelt werden.

Man kann ihn aber auch im Garten anpflanzen, hier vermehrt sich Bärlauch schnell über seine Zwiebeln und bildet so innerhalb weniger Jahre große Horste, die daher gelegentlich eingedämmt werden müssen.

BaerlauchblueteDie meist zwei, selten ein oder drei grundständigen Laubblätter haben einen 5 bis 20 Millimeter langen Stiel und verbreitern sich abrupt in die 2 bis 5 Zentimeter breite flache, elliptisch-lanzettliche Blattspreite. Die Blattoberseite glänzt und ist von dunklerem Grün als die matte Unterseite. Sein Geruch ist typisch lauchartig.

Die Blütezeit reicht von April bis Mai. Der Blütenstand wird umschlossen von einer zwei- oder dreiklappigen, zugespitzten eiförmig-länglichen Hülle, die ebenso lang oder länger ist wie die Blütenstiele und bald abfällt. Die duftenden, wenigen bis mehr als zwanzig Blüten stehen in einer flachen Scheindolde, Brutzwiebeln fehlen stets. Die geraden Blütenstiele sind bis 2 Zentimeter lang. Die zwittrigen Blüten sind radiärsymmetrisch und dreizählig. (Quelle: Wikipedia)

Beim Sammeln (April und Mai) muss man drauf achten, dass man den Bärlauch nicht mit Maiglöckchen oder Herbstzeitlose verwechselt, hier besteht dann Vergiftungsgefahr! Wer sicher gehen will, kauft daher dann den Bärlauch lieber auf dem Wochenmarkt oder im Supermarkt.

Wirkung

Baerlauch VerarbeitungWegen seiner knoblauchähnlichen Substanzen wirkt der Bärlauch ähnlich wie der Knoblauch. Er reinigt die Blutgefäße und wirkt dadurch gegen Arteriosklerose. Infolgedessen kann der Bärlauch gegen Schlaganfall und Herzinfarkt vorbeugen.

Auch gegen alltäglichere Folgen der Arteriosklerose kann der Bärlauch helfen, sei es der Bluthochdruck, die kalten Füsse oder Hände, schlechte Hautheilung durch Mangeldurchblutung, Kopfschmerzneigung, Schwindel, manche Gedächtnisstörungen, Schmerzen beim Gehen oder Leistungsschwäche.

Außerdem wirkt der Bärlauch stärkend auf den Stoffwechsel und die Verdauung. Man kann ihn auch gegen Frühjahrsmüdigkeit anwenden.

Er soll sogar den Bären nach ihrem Winterschlaf auf die Beine helfen und ihnen neue Kraft geben. Der Bärlauch verleiht also Bärenkräfte. (Quelle: heilkraeuter.de)

Anwendung

Bärlauch sollte möglichst frisch verwendet werden, denn er kann nicht getrocknet werden. Er verliert dann sein ganzes Aroma.

Vom Bärlauch verwendet man hauptsächlich die Blätter, aber auch die Blütenknospen sind essbar. Diese verwendet man meistens im Salat, kann sie aber auch einlegen.

Als Tee ist Bärlauch wegen seines Knoblaucharomas nicht besonders geeignet.

Nutzung in der Küche

Der Bärlauch ist zwar komplett essbar, genutzt werden aber vorwiegend die Blätter (auch mit den Stängeln) frisch als Gewürz, für Dip-Saucen, Kräuterbutter, Suppe und Pesto oder als Gemüse in der Frühjahrsküche. Meistens wird er roh verwendet, da durch Hitzeeinwirkung die schwefelhaltigen Stoffe verändert werden, wodurch der Bärlauch viel von seinem charakteristischen Geschmack verliert. Er kann im Frühjahr Zwiebeln, Schnittlauch oder Knoblauch ersetzen.

Lagerung

Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich Bärlauch ein paar Tage frisch, aber selbst während der kühlen Lagerung verliert er die charakteristischen, ätherischen Öle. Also im Frühjahr immer möglichst schnell und frisch verarbeiten.

Aber die "Erntezeit" ist doch nur sehr kurz und man möchte den Bärlauch auch später noch verwenden, wie geht das, da er sich ja nicht trocknen lässt wie andere Küchenkräuter.

Hier unsere Tipps

Um auch noch später im Jahr den Bärlauch geniessen zu können, gibt es einen guten Trick. Die Blätter einfach mit etwas Olivenoel pürieren und in kleine Gläser abfüllen. Diese aber nicht bis oben hin voll machen, sondern etwas Platz lassen. Diese kann man dann einfrieren und bei Bedarf rausholen. Man nimmt Gläser, weil diese wirklich keinen Geruch durchlassen und durch das Oel und nicht ganz Befüllen, platzen die Gläser auch nicht beim Einfrieren.

Experimentieren Sie ruhig mal mit Bärlauch. Gerade jetzt in der Spargelzeit, kann man auch mal eine andere Sosse als Sauce Hollandaise machen. Probieren Sie mal eine Sauce mit Bärlauch. Wenn Sie den Bärlauch dezent einsetzen, schmeckt das hervorragend und gibt dem Spargel noch einmal einen besonderen Touch und ist auch noch gesünder.

Der Vorteil ist, man kann im Sommer und selbst im Winter, wenn es keinen Bärlauch mehr gibt, ein Glas hervorholen und dieses "Mus" für die verschiedensten Rezepte benutzen.

Schnelle Rezepte

Bärlauchbutter:

Je nach Geschmack 1-2 handvoll Bärlauch putzen, waschen und kleinschneiden oder mit einer Küchenmaschine kleinhäckseln. 250 g Butter (zimmerwarm) mit einer Prise Salz zerdrücken und dann den Bärlauch untermischen. Kurz wieder in den Kühlschrank stellen und fertig ist die Knoblauchbutter. Schmeckt sehr gut zu kurzgebratenem/gegrilltem Fleisch, aber auch auf geröstetem Brot. Man kann mit ihr aber auch Kartoffelpürree eine besondere Note verleihen.

Bärlauchoel:

Bärlauchöl ist ganz einfach selber zu machen und man hat damit ein sehr geschmackvolles Würzöl, welches man dann auch in der späteren Jahreszeit nutzen kann. Dazu braucht man Oliveroel und eine Hand voll Bärlauchblätter. Diese werden wieder geputzt und gewaschen. Dann werden sie am besten in einer Salatschleuder trocken geschleudert, so dass sie möglichst trocken sind. Noch ein bisschen auf Küchenpapier liegen lassen, damit sich auch die Restfeuchte verliert. Dann ganz grob kleinschneiden und in ein Flasche geben, mit Olivenoel auffüllen. Achten Sie darauf, dass die Blääter ganz vom Oel bedeckt sind, aber bitte die Flasche nicht zu stark schütteln. Danach 2-3 Wochen an einem dunklen, kühlen Ort lagern, dann hat das Oel den Geschmack angenommen. Wollen Sie das Oel dann länger lagern, entfernen Sie am besten nach ca. einem Monat die Blätter und sieben Sie das Oel ab, sonst kann es passieren, dass es verdirbt.

Bärlauchoel eignet sich für Salat aber auch zum Braten kann man sich damit eine feine Knoblauchnote an das Gericht bringen.

Bärlauchessig:

Wird im Prinzip genauso gemacht wie das Bärlauchoel nur ersetzen Sie das Olivenoel durch einen guten Essig.

Bärlauchsosse für z.B. Spargel:

2 Esslöffel Butter im Topf schmelzen, 1 EL Mehl (glutenfrei - ich nehme gerne Buchweizenmehl) unterrühren, bis keine Klümpchen mehr da sind, dann nach und nach Flüssigkeit dazugeben (ich nehme halb Wasser halb Milch), bis eine cremig-flüssige Konstistenz (nicht zu dick- aber auch nicht zu dünnflüssig) entsteht. Dann kann man den frisch geputzten und kleingeschnittenen Bärlauch hinzugeben, es reichen schon ganz wenige Blätter - je nach Geschmack. Jetzt auch nicht mehr zu lange köcheln, sonst werden die Blätter grau und der Geschmack geht verloren. Hier kann man die frischen Blätter auch durch die Bärlauchbutter oder den "eingefrorenen" Bärlauch ersetzen.

Drucken E-Mail


Kontakt

Döppler.Team GmbH
Am Hainszaun 18
D-97828 Marktheidenfeld

fon ++49 (0) 9391 9804 40
fax ++49 (0) 9391 9804 22

info@glutenfreimagazin.de

Social Media

sm Facebook grau 70x70sm Instagram grau 70x70sm Twitter grau 70x70

Schick eine E-mail!
1000 Zeichen verbleibend
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.